UA-132685222-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd

Ein entscheidender Unterschied in der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd ist die Form der Verständigung. Während der Mensch sich hauptsächlich verbal, also durch Worte mitteilt, kommuniziert das Pferd mit dem Körper, nonverbal. Die nonverbale Kommunikation spielt beim Menschen nur eine untergeordnete Rolle. Pferde lernen auf Laute wie Whoa oder Trab zu reagieren, aber das  ist mehr Konditionierung als Kommunkation. Basis der Kommunikaton zwischen Mensch und Pferd ist eine ruhige und ausgeglichene Atmosphäre.

Dazu Grundsätzliches: 

Pferde spiegeln uns und unseren Gemütszustand. Dabei wissen sie besser als wir selbst, in welcher Verfassung wir uns befinden. Haben wir Angst, sind nervös, immer noch aufgeregt von der Arbeit oder unsicher, übertragen wir dies auf das Pferd. Strahlen wir Sicherheit aus und sind souverän in unserem Handeln, wird das postiv vom Pferd aufgenommen und es wird dies spiegeln.

Dabei verraten wir uns durch unsere Körperspannung. Sind wir uns darüber bewusst, was unsere Körperspannung dem Pferd mitteilt, können wir dies zur Ausbildung des Pferdes nutzen.
Ihr Pferd ist nur gelassen und ausgewogen, wenn Sie es auch sind.
Pferde sind Meister darin, die kleinste Änderung im Tonfall zu deuten und sich entsprechend zu verhalten. Reden Sie ruhig und gelassen mit dem Pferd. Sind Sie ruhig und gelassen, ist Ihr Pferd es auch. Ihr Pferd wird nicht verstehen, was Sie sagen, es wird aber anhand Ihrer Stimmlage wissen, in welcher Verfassung Sie sich befinden.

Jedes Pferd hat seine einzigartige und individuelle Persönlichkeit. Diese gilt es zu beachten, wenn wir unser Pferd ausbilden wollen. Das Temperament des Pferdes entscheidet darüber, wie wir mit ihm arbeiten müssen. Ist es eher ängstlich, müssen wir sehr darauf achten, weiche und langsame Bewegungen auszuführen, um das Stresslevel nicht unnötig zu steigern. Ist es eine starke Persönlichkeit, ist es ggf. notwendig, ein bestimmendes und selbstsicheres Auftreten an den Tag zu legen. Abhängig vom Temperament wird es mehr oder weniger versuchen, sich unserem Einflussbereich zu entziehen.
Wir dürfen nicht zu viel Druck aufbauen oder sogar strafen, dies behindert eine vertrauensvolle Kommunikation.

Das Pferd reagiert darauf, wie wir es behandeln und wie es von uns angesprochen wird.
Anhand der Mimik können Sie den Gemütszustand des Pferdes beurteilen.

  • Ist es gut gelaunt?
  • Ist es desinteressiert?
  • Ist es mit Freude bei der Arbeit?
  • Hat es Schmerzen?

Klären Sie durch Körpersprache, wo Sie in der Rangordnung des Pferdes stehen. Es ist schlecht, wenn Sie die Wiese betreten auf der sich drei Pferde befinden und Ihr Pferd sagt "Schaut mal, da kommt Nr.4 in der Rangfolge!". Seien Sie der Partner Ihres Pferdes, aber nicht der Futterknecht.

Bauen Sie Vertrauen durch eine klare und verständliche Körpersprache auf.

Kontrollieren Sie Ihr Auftreten. Ihr Pferd wird sich entsprechend Ihres Auftretens verhalten.

Stellen Sie sich die Frage: Wie werde ich durch mein Pferd wahrgenommen? Es hilft Ihnen zu verstehen, warum Ihr Pferd dieses oder jenes tut.